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Heimvolkshochschulen (HVHS) sind Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Sie haben ihre Wurzeln in Skandinavien, vor allem in Dänemark, wo der Theologe und Bischof Niolaus Severin Frederik Grundtvig um 1850 die ersten Bildungshäuser dieser Art organisierte.
Die frühen Heimvolkshochschulen boten vor allem im Winterhalbjahr längere Kurse mit Unterkunft und Verpflegung besonders für junge Erwachsene vom Land an. Diese Kurse verbanden gemeinsames Leben und gemeinsames Lernen und bis heute ist dies ein Motto der Heimvolkshochschulen geblieben: “Leben und Lernen unter einem Dach”.

Nach dem Ersten Weltkrieg öffneten auch in Deutschland vermehrt solche Häuser, viele davon in kirchlicher Trägerschaft oder in der Verantwortung kirchennaher Vereine. In Westdeutschland wurden nach 1945 weitere Einrichtungen gegründet, deren Arbeit sich verstärkt auf die politische und kulturelle Bildung vor allem der ländlichen Bevölkerung richtete. In der DDR gab es angesichts des Anspruchs des Staates auf Hegemomie auch im gesamten Bildungsbereich keine derartigen unabhängige Einrichtungen der Erwachsenen – und Familienbildung. Seit 1990 wurden aber in allen neuen Bundesländern Heimvolkshochschulen ins Leben gerufen.

Inzwischen haben die Heimvolkshochschulen ihr Profil geschärft und in ihren Angeboten eine große Vielfalt entwickelt. Die einstmals langen Kurse sind kürzeren, häufig Wochenend-Seminaren gewichen, manche Häuser haben sich mit einem modernen Profil auch einen anderen Namen gegeben – aber die Grundidee, gemeinsames Leben und gemeinsames Lernen zu verbinden, hat sich erhalten und findet nach wie vor Zuspruch.
Die meisten Heimvolkshochschulen sind im “Verband ländlicher Bildungszentren” zusammengeschlossen.

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